Chancengleichheit bedeutet eine pädagogische Praxis, die von
kultureller, der Zusammensetzung unserer Gesellschaft entsprechender Vielfalt ausgeht.
Wie zahlreiche Studien belegen ist die Rolle der Eltern beim schulischen Erfolg von Kindern mit
Migrationsbiografie ausschlaggebend. Bereits die eingewanderten Eltern erleben allzu
oft, wie die aus dem Herkunftsland mitgebrachten Kompetenzen (nicht nur die
Schul- und Ausbildungsabschlüsse) nicht anerkannt werden. Diese Erfahrung wird
durch die Annahme einer kulturellen Homogenität in den Schulen an die Kinder
weitergegeben.
Domenica 18
luglio si è conclusa nella città di Amburgo una lotta di classeapparentemente anacronistica eppure
enormemente attuale nella Germania liberaldemocristiana di oggi.
Una giunta composta da democristiani (CDU) e Verdi (GAL) ha elaborato
un’ampia riforma della scuola con l’obbiettivo di allargare l’accesso ad una migliore
formazione scolastica anche alle fasce sociali più svantaggiate. I risultati
delle ultime ricerche internazionali (PISA e altre) attestano infatti alla Germania un nesso diretto fra estrazione
socioculturale e rendimento scolastico. Proprio per alleggerire il carattere estremamente selettivo della scuola
in Germania, in cui già dopo 4 anni di elementari si suddividono i percorsi
scolastici dei bambini, si voleva introdurre ad Amburgo una nuova forma di
scuola „primaria“ della durata di 6 anni per concedere ai ragazzi più tempo per
lo sviluppo delle proprie inclinazioni.
La risposta
di un‘elite forte economicamente e culturalmente è stata atroce: il referendum
ha costretto la giunta a rinunciare ad uno dei pilastri della riforma: la
Primarschule di 6 anni.
Ovviamente
c’è da chiedersi se lo strumento referendario nella situazione attuale sia
davvero appropriato a garantire una maggiore democrazia, tanto più se si
analizzano i dati di partecipazione al voto secondo i quali sono stati i ceti
abbienti a decidere per una larga maggioranza rimasta silenziosa.
Fondamentale
è anche la percentuale elevata (206.000 su una popolazione complessiva di cittadini
pari a 1,7 Milioni) di coloro che, non provvisti di passaporto tedesco, non hanno
il diritto di voto. Ad essi, residenti
in Germania da anni e/o generazioni, non
è rimasta che la possibilità di osservare come altri decidessero per la sorte
dei propri figli.
Nessun
partito, malgrado l’ampia alleanza stretta a livello parlamentare, è stato in
grado di coinvolgere la (propria) base né di spiegare, tramite un tipo d’informazione
che raggiungesse davvero i genitori, che l’estrazione socioculturale non è un
carattere genetico ereditario e che competenze quali le cosiddette soft skills sono
apprendibili esclusivamente in una scuola pluralistica ed eterogenea in cui il
ragazzo abbia modo di esercitare una convivenza civile e democratica che sia
specchio della società globale in cui ci troviamo.
Dopo il
grande impegno all’interno dell’Iniziativa Interculturale di Amburgo non
vogliamo però lasciare troppo spazio alla delusione, bensì proseguire il nostro
percorso che offra un sostegno alle famiglie delle molteplici communities e verso
un loro coinvolgimento politico-partecipativo.
Die in Hamburg vertretenen Parteifraktionen lecken mühsam
ihre Wunden. Jede auf ihrer Art analysiert und interpretiert die Ergebnisse des
„Volks“entscheids: von den auffälligen Ambitionen der SPD auf den frei gewordenen Thron des
Oberbürgermeisters bis hin zu den triumphierenden Tönen jener bisher nur flüsternden
Empörung über die Bestrebungen von Chancengleichheit innerhalb der CDU/CSU. Gerade
diese lassen uns erahnen, unter was für einem unermesslichen Druck aus der
eigenen Partei Ole von Beust seit Monaten gestanden haben muss.
Natürlich lassen sich Bedenken über das Volksentscheid -Gesetz
in Hamburg und anderswo nicht
verschweigen: Wie demokratisch ist es,wenn eine Elite, mit uneingeschränkten – finanziellen aber auch
inhaltlichen – Möglichkeiten, Gesetze verhindern kann, die immerhin von Berufspolitiker/innen
erarbeitet werden. Wo bleiben dabei die Bedürfnisse der „schweigenden“ Mehrheit
einer Stadt, welche über eben diese Mittel nicht verfügt?
Eine Betrachtung der absoluten Zahlen bei diesem
Volksentscheid zeigt auch deutlich, wie ausschlaggebend die 206.000 Nicht-Wahlberechtigten
ohne deutschen Pass in den
Entscheidungen einer Stadt sein können.
Überträgt man außerdem die Verhältnisse von Wahlbeteiligung,
Anteil von Arbeitslosen sowie Einkommensschwachen in den Stadtteilen und Anzahl
der Ja- bzw. Nein-Stimmen auf diese 206.000 Menschen (und Eltern!), so gelangt
man zu der Annahme, dass die Ergebnisse
dieses Volksentscheids (ganz) anders hätten aussehen können.
Keiner Partei ist es
gelungen, das Vertrauen einer großen Mehrheit von Menschen mit oder ohne deutschen Pass zu
gewinnen; sei es in der Aufklärungsarbeit oder in der Motivation, sich an
diesem Wahlmoment zu beteiligen. Während Rechtsanwalt Scheuerl bei einer privilegierten
Elite Angst vor Entmachtung und Chancenumverteilung freisetzen konnte, ist es weder
den Parteien noch den „Schulverbesserern“ gelungen, dieser Elite klar zu machen, wie sehr sie in einer
absehbaren Zukunft auf ALLE Kompetenzen angewiesen sein wird, von denen einige noch
immer ein Fremdwort für sie darstellen. Stattdessen hat man auf einen diffusen Gemeinsinn
appelliert und dabei übersehen, dass man es in einigen Gesellschaftsschichten –
und Parteien – bevorzugt zu glauben, Benachteiligung und Bildungsferne seien „naturgegebene“
Zustände oder dass jede/r allen für den eigenen Schicksal verantwortlich sei.
Das ist letztendlich das wirklich Traurige an diesen
Ergebnissen, die von sozialer Ungerechtigkeit zeugen: Ein Großteil der in
Hamburg Lebenden – nicht zuletzt auch die 206.000 Einwandererfamilien, die aus
diesem ja sooo demokratischen Prozess völlig ausgeschlossen geblieben sind,
konnte nichts als schweigen.
Wir Italiener/innen in Hamburg und
viele Gleichgesinnte schließen uns der Initiative
„Lo Sbarco“ – Die Landung-
an.
Ein Schiff
fährt vom Hafen Barcelonas ab und landet in Genua – Italien. Ein Schiff, wie
viele: Boote, „Seelenverkäufer“, die voller Menschen im italienischen Lampedusa
oder anderswo in Südeuropa landen. Ihre lebensgefährliche Reise endet jedoch
nicht im „Rechtsstaat“ Italien. Es erwarten sie meistens erniedrigende
Schicksale: Vom regelrechten Menschenhandel bis hin zur ungeprüften Ablehnung
des von ihnen gestellten Asylantrags mit zügiger Abschiebung.
Und das ist
leider nur einer der zahlreichen, Besorgnis erregenden Vorgänge in Italien und
anderswo in Europa!
Im Manifest
der Initiative Lo Sbarco lesen wir:
„Der
Rassismus wächst, genauso wie Arroganz und Überheblichkeit, Unterdrückung,
Machismus und zweifelhafte Machenschaften. Eine mafiöse Mentalität verbreitet
sich mehr und mehr während es an Lösungsansätzen für die Arbeitswelt fehlt, die
sich vor allem für junge Menschen immer prekärer gestaltet und deren
persönliche Leistungen oder Talente wenig belohnt. Die Vetternwirtschaft nimmt
stetig zu, während das Interesse für das Allgemeinwohl immer mehr verloren
geht. Was zählt, ist der persönliche Kontostand – Pflege des Privaten in allen
Bereichen.“
Die Menschen
sind tagtäglich einer medialen Hetze gegen Schwächere ausgesetzt: Sie brennen Unterkünfte
von Minderheiten nieder, billigen selbstorganisierte, zu Gewalt und Rassismus
neigende Bürgerwehrgruppen, führen Kleinkriege unter Armen.
Diese Phänomene
sind leider nicht nur in Italien anzutreffen. Auch in Deutschland und anderswo erleben
viele Menschen auf der Flucht Ähnliches: Verweigerung des Rechts auf
Gesundheit, auf Freizügigkeit, auf Bildung.
Wenn das“
Schiff der Rechte“ in Genua eintreffen wird, treffen wir uns - um 12:00 - am Fischmarkt Altona und gehen die Hafenstraße
entlang: Diese (ehemalig) besetzten Häuser stellen für uns die Zurücknahme
verweigerter Rechte dar.
Unterzeichnende: DICA – Donne Italiane Coordinamento
Amburgo, Sinistra Europea, La Fabbrica di Nichi Hamburg
Riassunto dell’ultimo incontro svoltosi il 3 febbraio presso l’Istituto (IIC) Abbiamo fatto prima di tutto il punto della situazione riguardo ai gruppi di lavoro che si erano costituiti all’ultimo incontro di Francoforte in gennaio:
Il Comune di Amburgo e svariate organizzazioni sul territorio hanno attuato numerosi progetti incentrati su una maggiore partecipazione dei genitori di altre culture nella scuola al fine di sostenere quell'altissima percentuale di bambini che continuano ad uscire perdenti dal setaccio scolastico tedesco (fra cui numerosissimi gli alunni italiani!).
InCulture è un laboratorio di ricerca dedicato agli interspazi intesi come luoghi derivanti dalla sovrapposizione di più dimensioni e prospettive. La ricerca della propria identità culturale, politica, di genere e non solo significa per noi inoltrarsi in percorsi inesplorati, soffermarci ai margini per usufruire della doppia prospettiva che ne deriva, penetrare nel profondo di esperienze plurime.