Lo Sbarco PDF Print E-mail
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Sonntag, 20 Juni 2010

losbarco.pngWir Italiener/innen in Hamburg und viele Gleichgesinnte schließen uns der Initiative
Lo Sbarco“ – Die Landung- an.

 

Ein Schiff fährt vom Hafen Barcelonas ab und landet in Genua – Italien. Ein Schiff, wie viele: Boote, „Seelenverkäufer“, die voller Menschen im italienischen Lampedusa oder anderswo in Südeuropa landen. Ihre lebensgefährliche Reise endet jedoch nicht im „Rechtsstaat“ Italien. Es erwarten sie meistens erniedrigende Schicksale: Vom regelrechten Menschenhandel bis hin zur ungeprüften Ablehnung des von ihnen gestellten Asylantrags mit zügiger Abschiebung.

Und das ist leider nur einer der zahlreichen, Besorgnis erregenden Vorgänge in Italien und anderswo in Europa!

Im Manifest der Initiative Lo Sbarco lesen wir:

       „Der Rassismus wächst, genauso wie Arroganz und Überheblichkeit, Unterdrückung, Machismus und zweifelhafte Machenschaften. Eine mafiöse Mentalität verbreitet sich mehr und mehr während es an Lösungsansätzen für die Arbeitswelt fehlt, die sich vor allem für junge Menschen immer prekärer gestaltet und deren persönliche Leistungen oder Talente wenig belohnt. Die Vetternwirtschaft nimmt stetig zu, während das Interesse für das Allgemeinwohl immer mehr verloren geht. Was zählt, ist der persönliche Kontostand – Pflege des Privaten in allen Bereichen.“

Die Menschen sind tagtäglich einer medialen Hetze gegen Schwächere ausgesetzt: Sie brennen Unterkünfte von Minderheiten nieder, billigen selbstorganisierte, zu Gewalt und Rassismus neigende Bürgerwehrgruppen, führen Kleinkriege unter Armen.

Diese Phänomene sind leider nicht nur in Italien anzutreffen. Auch in Deutschland und anderswo erleben viele Menschen auf der Flucht Ähnliches: Verweigerung des Rechts auf Gesundheit, auf Freizügigkeit, auf Bildung.

Wenn das“ Schiff der Rechte“ in Genua eintreffen wird,  treffen wir uns - um 12:00 -  am Fischmarkt Altona und gehen die Hafenstraße entlang: Diese (ehemalig) besetzten Häuser stellen für uns die Zurücknahme verweigerter Rechte dar.

Unterzeichnende: DICA – Donne Italiane Coordinamento Amburgo, Sinistra Europea, La Fabbrica di Nichi Hamburg


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